heterotopia #8: JULIA ZECH. ÜBER DEN UMGANG MIT VERÄNDERUNG.
 

„Ich kann ja einfach so leben wie ich möchte. Ich muss gar nicht das machen, was man so denkt, was man machen muss.“

 

TEASER:

 

Julia Zech ist Sängerin und Multiinstrumentalistin. Sie studierte an der Kölner Musikhochschule Klavier und Jazzgesang auf Lehramt. Während des Studiums merkt sie, dass der Weg an die Schule für sie nicht der richtige ist. Sie will ausschließlich Musik machen. Julia geht für ein Jahr nach Paris, entdeckt dort die Bluegrassszene und spielt ihre ersten Gigs in Bars. Mit drei anderen Frauen gründet sie die Countryband „Fierce Flowers“. Zusammen touren sie durch Europa und die USA. Als sich Julia bei einem Aufenthalt in Kanada in einen Banjospieler verliebt, ebnet dies für sie den Weg zu einer neuen großen Liebe: dem Banjo.
Seit 2015 ist Julia festes Mitglied des Cologne Bluegrassbash, ein Kollektiv, welches monatliche Jamsessions und Workshops in dieser Musikrichtung organisiert. Mit dem Kontrabassisten Pierce Black hat sie das Duo Stereo Naked, eine Glam Folk Indie Pop Formation, in der sie eigene Songs performen. Zudem startet sie ihr Soloprojekt: Lightning Jules, hier experimentiert sie beatbasierter und poppiger.

Ich treffe Julia in ihrer Wohnung in Köln. Mikros, Gitarren, ein Banjo und eine Snare tummeln sich in ihrem Zimmer, ein paar leere Weinflaschen stehen als Kerzenhalter auf dem Fensterbrett. Bunte Lichterketten auf dem Balkon. Wir trinken Tee und essen Kekse.

Kann man als Musiker*in tatsächlich nur Star oder Musiklehrer*in werden? In Heterotopia spreche ich mit Julia darüber, wie sie sich entschied Musikerin statt Lehrerin zu werden und wie sie es schaffte, von ihren Konzerten leben zu können. Julia erzählt wie sie zwischen Jazz und Klassik ihre Liebe zur Bluegrass- und Countrymusik entdeckte und von der Zeit, in der sie on the road Musik machte. Wir sprechen über Urvertrauen, über Freiheit, die auch erstmal weh tun kann und über Musik, die wieder zurückkommt. Über die Kunst, seine eigene Nische zu finden, über das Loslösen von Gedanken darüber, was man zu einer bestimmten Zeit erreicht haben sollte und warum das Musikerdasein eigentlich die beste Methode ist, um in die unterschiedlichsten Heterotopien hinein schnuppern zu können.
2020 ist Julia das erste mal seit vielen Jahren nicht mehr unterwegs. Konzerte fallen aus, Touren werden abgesagt. Was löst es in einer ständig tourenden Musikerin wie ihr aus, aufgrund der Pandemie plötzlich zu festem Wohnsitz und regelmäßigem Alltag überzugehen? Wie geht sie mit Veränderungen um, was wünscht sie sich für die Zukunft?

Infos:

www.stereonaked.com
www.facebook.com/lightningjules
www.colognebluegrassbash.de

Schaut rein in das aktuelle Videorelease von Stereo Naked:
https://www.youtube.com/watch?v=te_29LsET-0

 

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