Heterotopia #3


JULIA BRÜSSEL. ÜBER PROZESS UND INTENSITÄT.

„Man kann nicht sagen, man hat zu Ende geübt. Man ist einfach nie fertig. Daraus entsteht Gelassenheit.“

Julia Brüssel ist Violinistin. Als Kind begeistert von klassischer Musik studierte sie schließlich Jazz-Geige an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie performt sowohl als Solokünstlerin als auch in diversen Bands und Projekten, wie u.a. bei dem im Ruhrpott ansässigen Umlandkollektiv um die Band ‚The Dorf‘ und dem ‚avian quartet‘, welches Weltmusik und kurdische Musik in klassischer Besetzung spielt. 2016 gründete sie zusammen mit anderen Musikerinnen die Formation ‚hilde‘, ein Quartett aus Gesang, Violine, Posaune und Cello. Mit „Hilde“ improvisiert sie frei; die vier Musikerinnen lassen auf der Bühne immer wieder neue Welten entstehen, die genau in dieser Form nur ein einziges Mal zu hören sind.
Immer wieder zieht sich die freie Improvisation und das experimentieren mit Effekten, Geräuschen oder auch dem rein akustischen Klangkörper der Geige wie ein roter Faden durch Julias musikalische Karriere.

Ich treffe Julia in ihrer Wohnung. Wir sitzen auf einem Podest neben ihrem Fenster und trinken Kaffee mit Sojamilch und Ahornsirup. An den Zimmerwänden stehen eine Geige, ein akustischer Fretless Bass und ein Rhodes. Minimalismus wird von bunten Lampenschirmen durchbrochen.

In ‚Heterotopia‘ spreche ich mit Julia über ihre frühe Liebe zur Musik, ihren Weg über Klassik, Reggae und Hip Hop bis hin zu einem Studium der Jazzgeige und der Auseinandersetzung mit freier und experimenteller Musik.
Wie ist es dazu gekommen, dass sie sich bereits so früh für die Musik entschieden hat?
Was sind ihre Ziele, wie geht sie mit Krisen und Schicksalsschlägen um, wie sieht ihr Alltag aus? Gab es neben der Musik noch andere Dinge, die sie fasziniert und beeinflusst haben?
Wir reden über Transformation durch lange Prozesse, über ein ‚größer Denken‘, über Holismus.
Wir sprechen über das ‚Musik spielen‘ und darüber, was es mit einem macht, das Wort ‚spielen‘ wörtlich zu nehmen. Wir thematisieren den Kontrast, Musik auf der einen Seite in einem akademischen, perfektionistischen Sinne zu begegnen und sie auf der anderen Seite als Erfahrung, Intensität und Erzählung zu leben. Wir sprechen über freie Improvisation, in der jegliche musikalischen Parameter und Regeln aufgehoben sind und was Julia daran fasziniert.
Wie sieht Julia ihre Rolle als Künstlerin in der Gesellschaft? Was sind ihre Ansichten als professionelle Musikerin zu dem Begriff ‚systemrelevante Berufe‘? Was ist ihr wichtig in der Musik, was möchte sie ihrem Publikum und anderen Menschen mitgeben?

Infos:
Julia mit..
– Hilde:

-The Dorf & check test check:

umlandrecords.de

…und solo:
 
 
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